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Quito

Von allen Städten, die wir besuchen konnten, gefällt uns Quito bisher am besten. Die Andenmetropole mit 1,6 Mio. Einwohnern liegt 2850 m hoch zwischen der West- und der Ostkordillere und kann sich deshalb nur nach Norden und Süden ausdehnen. Sie ist Sitz von Staatsregierung, Bischofskonferenz, Militärspitze und der staatlichen Erdölfirma. Die UNESCO erklärte die Altstadt aufgrund ihrer außergewöhnlichen Kulturschätze schon 1979 zum Weltkulturerbe. Quito war das erste Weltkulturerbe überhaupt und genießt seit acht Jahren auch die Auszeichnung "Kulturhauptstadt Amerikas". Das historische Zentrum ist gespickt mit Fassaden aus dem 17. Jh., malerischen Plazas und vielen überaus prächtigen Kirchen, die spanische, maurische und indigene Elemente verbinden. Wir erkunden drei Tage lang die Altstadt, ein Museum und einige der Kirchen und Klöster und sind überwältigt von deren Pracht. Nach fünf Monaten Südamerika tut es uns "katholisch sozialisierten" und europäische Kathedralen gewöhnten Touristen gut, ein paar großartige Gotteshäuser zu sehen. Es prägt einfach das Bild einer Stadt ganz anders... Leider ist es nicht überall erlaubt, Fotos zu machen. Die prunkvollste Kirche, La Compania de Jesus, müssten Interessierte bitte googeln. 

Wenn man einen Blick über Quito werfen will, muss man ein Taxi zum "Panecillo" nehmen, einen Stadthügel mit einer großen Marienstatue. Sie hat Flügel, soll eine Nachbildung der "geflügelten Jungfrau der Apokalypse" sein und ist in dieser Darstellung angeblich die einzige...

Auf dem Weg nach Norden kommt man am Äquatordenkmal vorbei - kann man vergessen! Der "Mitad del Mundo" ist nämlich nur die vermeintliche Äquatorlinie. Sie liegt 240 m nördlich der richtigen, weil die Regierung Ecuadors sich gegen besseres Wissen für einen verkehrstechnisch günstigen Standort und fehlerhafte Bemessungen entscheiden hat. ?