· 

Cusco und das Heilige Tal der Inka

Cusco ist schön. Das ehemalige Herz des Inkareichs liegt eingebettet in steile Hügel auf einer Höhe von 3440 m. Das Stadtbild wird bestimmt von etlichen trutzigen Kirchen und Klöstern, vielen Touristen und einer Menge Masseusen (alle zehn Meter möchte uns eine massieren). In der Altstadt gibt es gefühlt nur Restaurants, Cafés, Reisebüros und Souvenirgeschäfte. Wir besichtigen ein Dominikanerkloster, das auf Inkamauern erbaut wurde, die wuchtige Kathedrale, eine der größten Kirchen Südamerikas, und das Inkamuseum mit Keramikgefäßen und Mumien uvm. An allen Ecken und Enden der Stadt stößt man auf Überreste dieser großen Steinblöcke aus der Inkazeit. Wir bleiben ein paar Tage da, schlendern durch die Gassen, warten auf gutes Wetter für Machu Picchu und genießen die peruanische Küche. Hier kann man wirklich lecker essen, sogar das Meerschweinchen schmeckt nicht mal schlecht. Einen Tagesausflug unternehmen wir organisiert - zusammen mit 16 weiteren Touristen - in das "Heilige Tal der Inka". Das Urubamba-Tal war wegen seines milden Mikroklimas enorm wichtig für die Versorgung. Bis heute ziehen sich die Anbauterrassen die steilen Hänge hinauf. Die Gärten von Moray z.B. waren eine Art landwirtschaftliche Versuchsanstalt für die Inkas. Angeblich wurden hier 5000 Kartoffel- und 400 Maissorten angebaut. Interessant sind auch die Salzterrassen, wo heute noch wie vor vielen 100 Jahren in 3000 Becken Salz abgebaut wird. Als Tourist wird man natürlich auch zu einem Kunsthandwerkermarkt gebracht, wo man lernt, wie die Frauen die Alpakawolle mit Naturfarben färben. Kakteen liefern rote Farbe... Drei wuchtige Felsenfestungen, Sacsayhuaman, Ollantaytambo und Pisac, stehen auch auf dem Besichtigungsprogramm. Staunend steht man vor den riesigen Mauern und fragt sich, wie die Inka die Steine in dieser Höhe aufeinandersetzen konnten. Faszinierend, diese Steinmetzkunst! Überhaupt faszinierend ist die Geschichte und Kultur der Inka, die um 1530 ihre Blütezeit hatten. Bitte selber googeln, wir wollen lieber noch Fotos zeigen:

Auf dem Weg nach Cusco machen wir einen Abstecher zu den Rainbow-Mountains. Sie sind schwer zu erreichen, deshalb nehmen wir uns zusammen mit zwei Schweizern ein Taxi, das uns in das entlegene Tal bringt. Die Fahrt über eine enge Schotterstraße dauert eineinhalb Stunden und der Weg führt schließlich auf eine Höhe von 4800 m. Dort treffen wir tatsächlich wieder auf Menschen in einfachen Hütten, die von Kartoffelanbau und Lamazucht leben. Es ist kalt und windig dort oben, und wir sind froh, dass wir die "Montanas siete colores" trotz der tief hängenden Wolken bestaunen können.