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Buenos Aires II

Ein Nachschlag muss sein! Wir haben uns für 4 Tage eine Airbnb-Wohnung genommen und gehen noch einmal auf Entdeckungsreise. So richtig tolle Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm oder den Big Ben gibt es eigentlich hier nicht - die größte Attraktion ist die Stadt selber. Buenos Aires besitzt angeblich die breiteste Straße der Welt, die Avenida 9 de Julio: 140 m breit, bis zu 10 Fahrspuren in eine Richtung. Man benötigt ca. 2 min., um sie zu überqueren. Dann gibt es den breitesten Fluss, den besten Tango, die verrücktesten Fußballfans, die meisten Theater... Die Stadt wurde zwar während vieler Krisen immer mehr zu einer südamerikanischen Großstadt, blieb in ihrem Kern aber europäischer als alle anderen Städte in dieser Region. Vor allem jetzt im Frühling ist es schön, durch die Straßen zu flanieren und die lilafarbenen Jacarandabäume zu bestaunen.

Wir mussten unbedingt fotografisch noch ein paar Themen vertiefen. Deshalb hier noch weitere Impressionen:

 

Die Kathedrale - hier war Papst Franziskus in den 90er Jahren als Bischof tätig. Die Schulkinder folgen mit mehr oder weniger Interesse den langwierigen Ausführungen ihrer Lehrerin.

Alex auf der Lauer - unglaublich, wie die Mädels, noch dazu in der Hitze, darin laufen können.

Die Hochhäuser faszinieren. Okay, wir waren noch niemals in New York....

Schattenseiten der Stadt

Stadtgewurrl und Mittagspause

Einer der Bahnhöfe

Angeblich kommt im Stadtteil Recoleta auf einen Einwohner ein Hund;-) Deshalb gibt es die Hundeausführer. Wir haben mit der jungen Ausführerin dieser Hunde gesprochen (auf spanisch, Birgit!): Sie geht von montags bis freitags je vier Stunden mit sieben Hunden. Pro Hund pro Tag bekommt sie 90 Pesos (umgerechnet knapp 2 Euro). Das sind dann 14 Euro pro Tag Stundenlohn!

Verhungern werden wir nicht.

Die "Bombonera" - das Stadion der Boca Juniors, wäre heute fast Schauplatz eines legendären Fußballspiels geworden, dem Endspiel der südamerikanischen Champions League. Gegner: Boca Juniors gegen River Plate, dem Erzrivalen aus Buenos Aires. 

Wir wohnen 800 Meter Luftlinie von diesem Stadion entfernt. Es schüttet seit Stunden wie aus Kübeln und wir hören schon ab Mittag draußen die grölenden Massen und Böllerschüsse. "Herz oder Hölle", wie es zufälligerweise die SZ von heute ausdrückt, "nirgendwo sonst wird Fußballrivalität so brutal ausgelebt wie in Argentinien."

Die Fans der Boca Juniors sind berüchtigt. Die Bombonera bebt, wenn sie loslegen. Vor ein paar Jahren wurde ein Seismograf installiert, der bei Toren von Boca Erdstöße feststellte, die bei einer Stärke von 5,9 bis 6,4 lagen!

Die "Schlacht" konnte leider nicht stattfinden. Sie musste wegen des starken Regens verschoben werden - auf morgen, wenn wir nach Uruguay übersetzen. Schade.